Sieg in Kitzscher
18.04.2011
I. Herren
FSV Kitzscher - SV Lipsia 93 Eutritzsch 1 : 3 (0 : 1)
Positiv: Sieg in Kitzscher – Negativ: Schwache Leistungen auf ganzer Linie.
Die Eutritzscher hatten einige Mühe ins Spiel zu kommen. Des Öfteren standen sie zu tief und auch das ballorientierte Verschieben praktizierten sie nur mangelhaft. Eigene Ballgewinne wurden dadurch erschwert, dass nahezu jeder Zweikampf vom Schiedsrichter zu Lasten der Grün-Weißen gewertet wurde. Der FSV Kitzscher versuchte dies im Rahmen seiner Möglichkeiten zu nutzen, ohne dabei zu zählbarem Erfolg zu kommen. Auch konnten sie die Lipsia-Führung durch Alexander Aigner in der 31. Minute nicht verhindern. Die Chance, diese noch vor dem Halbzeitpfiff auszubauen hatte Tim Teichert in der 45. Minute, doch sein Schuss landete nur an der Querlatte.
Im zweiten Spielabschnitt präsentierten sich die Leipziger etwas souveräner, ohne jedoch spielerisch überzeugen zu können. In der an sich niveauschwachen Partie überwog der kämpferische Aspekt und leider auch die teilweise indiskutable Entscheidungsfreudigkeit des Schiedsrichters und seiner Assistenten. Diese zeigte sich einmal mehr darin, dass in der 61. Minute ein Kopfballduell zwischen Martin Müller und einem Kitzschener Angreifer im Lipsia-Strafraum als Foul gewertet wurde. Neben dem Elfmeterpfiff sah sich der Referee veranlasst, Martin Müller mit der Gelben Karte zu verwarnen. Den Strafstoß verwandelte Andreas Arbeit. Nur eine Minute später klärte Martin Müller erneut regelkonform, doch auch diese Abwehraktion wertete der Schiedsrichter als gelbwürdiges Foul und schickte ihn zum Duschen. Doch oder gerade deswegen gaben die Mannen von der Thaerstraße ihren Plan, 3 Punkte aus Kitzscher mitzubringen, nicht auf, auch wenn die Gangart auf dem Platz mehr und mehr an Härte – bis hin zu einer Tätlichkeiten gegen Rene‘ Steuernagel, die „selbstverständlich“ nicht geahndet wurde – zunahm. Die einzig angebrachte Antwort hatte Marco Schmidt parat. Er erzielte per Kopf in der 73. Minute die erneute Führung, die bis zur 90. Minute verteidigt wurde.
Dann wurde es nochmals kurios: in der Nachspielzeit wollte das Trainergespann eine Auswechslung vornehmen und zeigte dies entsprechend an. Michael Walzel begleitet daraufhin (wie schon unzählige Male praktiziert) den Einwechselspieler David Schäfer zum Bereich der Mittelline und wurde daraufhin vom Schiedsrichter bzw. seinem Assistenten des Innenraums verwiesen. Begründung: Verlassen der Coachingzone!!! Da fehlen auch einem die Worte, der in mehr als 40 Jahren im Fußball schon so einiges erlebt hat.
David Schäfer ließ sich davon aber in keiner Weise beeindrucken und nutzte seine kurze Einsatzzeit, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Er traf in der 92. Minute mit einem schönen Schuss von rechts und stellte den 3 : 1 Endstand für Lipsia her.
Anzumerken wäre noch, dass auch gegen unsere treuen Begleiter, die jugendlichen Fans (12 – 14 Jahre), welche uns bei allen Spielen mit Trommel und Megaphone pushen, während des Spiels vom Schiedsrichter ein Stadionverbot ausgesprochen wurde. Ging von den vier absolut harmlosen Jungs eventuell eine Gefahr für Leib und Leben aufgrund des erhöhten Geräuschpegels aus??? Diese Frage bleibt unbeantwortet.
Die in Kitzscher gegen unser Team und Verein gerichtete Meinungsmache, übelste Beschimpfungen (insbesondere gegen unsere Physio Josi), unqualifizierte Aussagen des Interimstrainers des FSV auf deren Homepage (jedoch zwischenzeitlich gelöscht)und sonstige Verhaltensweisen, die am Samstag „unseren Erfahrungsschatz erweitert haben“, wollen wir an dieser Stelle unkommentiert lassen.
Aufstellung Lipsia:
S. Gerstenberger, Ch. Fabianski, M. Erdmenger, M. Müller, A. Volesky, J. Nitzsche,
M. Reinhardt, A. Aigner (M. Münn, D. Schäfer) , R. Steuernagel, T. Teichert, M. Schmidt
| Torfolge: | ||
| 0:1 | Aigner | 31.' |
| 1:1 | FSV | 61.' |
| 1:2 | M. Schmidt | 74.' |
| 1:3 | D. Schäfer | 90.'+2 |

